Dienstag, 10. Mai 2011

Material-Ermüdung

Wie in diesem Post bereits angedeutet, gibt es da draußen eine Menge Schönes aus Metall, mit dem man sich fortbewegen kann. (Ich rede natürlich vom Fahrradfahren.)
Nun ist es nicht so, dass ich kein vernünftiges Zweirad besäße, aber dieses hat schon annähernd zwei Jahrzehnte Einsatz hinter sich und da darf man schon mal über adäquaten Ersatz nachdenken. Besonders, wenn man so etwas entdeckt:

Das war mal ein Vorbau und hielt einen Lenker. Ich bin dem Tode nur knapp entronnen.


Versteht mich nicht falsch, der Columbusrahmen und die Ausstattungsmischung aus Campagnolo und Shimano Jahrgang circa 1990 haben mir stets sehr gute und verlässliche Dienste geleistet. Ich brauche kein Carbon, kein Alu und keine elektrisch gesteuerten Schaltvorgänge. Technische Innovationen haben an einem Fahrrad meiner Meinung nach nichts zu suchen - da bin ich durchaus einer Meinung mit dem Weltverband UCI, der vollkommen willkürlich das Minimalgewicht von Profirädern bei 6,8 Kilogramm eingefroren hat und auch die Rahmengeometrie trotz gegenteiliger ergonomischer Untersuchungen festschreibt. Die Gralshüter und Zweirad-Maschinenstürmer haben Recht. Sonst könnte ich mir auch ein Liegerad kaufen, das Äquivalent zum Brennstoffzellenauto. Vernünftig, aber leider komplett ohne Tradition und nur für American Apparel tragende Silicon-Valley-Geeks interessant.

Alles neu also und dann doch wieder nicht?

Nein, das alte Fahrrrad wird nicht entsorgt, es wird nur umgebaut zum immer noch ästhetisch anzusehenden Cityflitzer. Neuer Vorbau, neue Bremsen, neuer gerader Lenker - und schwupps! bestehe ich jeden Check der Stylepolizei.

Jetzt fehlt nur ein adäquates SPORTgerät. Auch hier selbstredend im traditionellen Stil: Chrom statt Carbon. Wartet's ab!

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