Sonntag, 1. Mai 2011

Beastie Boys Revisited

Dass weißer HipHop funktioniert und sogar Spaß machen kann, bewiesen vor gut 25 Jahren  die Beastie Boys mit "Fight For Your Right To Party". Das Video war stilbildend für so manchen Partyabend und auch mit ihren späteren Werken bewiesen die BB Sinn für Klasse und Stil - man denke nur an "Sabotage" mit seinem 70er-Jahre-Cop-Schnurrbart-Action-Plot.

Inzwischen sind die drei New Yorker Jungs Mitte 40 und wie das in diesem Alter so ist, sind die wirklich wilden Zeiten vorbei. Die Haare werden langsam dünner, die Teenage-Wut ist längst verraucht und man kämpft für eine gute Rentenversicherung, nicht für gute Partys.  Die neue Platte (meinetwegen auch: Download) der Tick, Trick und Track des HipHop soll daher ziemlich langweilig sein. ABER: Sie haben dazu auch noch einen halbstündigen Film gedreht. Und der ist so, wie "Fight For Your Right" anno 86 auch war - überdreht, lautstark, lustig. Alles Dinge, die man im HipHop nur noch selten findet - da geht es ja nur um die härteste Hood, die schamlosesten Chicks und die lächerlichsten Luxuskarren. Gähn. Die alten Beasties sind da immer noch um Längen besser, denn im Gegensatz zu den schwarzen Protzbrüdern und Berliner Ghettoposern verfügen sie über eine seltene Eigenschaft: Selbstironie.

Hier der Teaser zum Film, in dem die drei Helden noch nicht mal auftauchen (!):

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