Sonntag, 3. März 2013

Plastische Chirurgie.

Ein abgeschlossener Foto-Roman.

Es begann mit einem kleinen Loch am hinteren linken Radlauf. Die üblichen Rostbläschen entpuppten sich als veritabler Blechwurm der Gattung Ferrum-verzehrend, wenn auch mit scheinbar überschaubaren Folgen:

Der hinzugezogene Experte (Eddie, siehe unten) setzte den Anti-Rost-Helm auf und begann, sich alles genauer anzusehen.

Eddie schliff - und das Loch wurde größer.

Dann fing er an, mein Auto zu zerschneiden:
.

Das Ergebnis: Wir fanden noch ein zweites Loch, hinter dem ersten.

Aber Eddie wäre nicht polnischer Vize-Blechmeister 1976 geworden, wenn er nicht aus einem Stück Blech ein passgenaues, doppelwandiges Transplantat zaubern könnte, das dem Blechwurm den Garaus macht. Darauf einen doppelten Kaczynski!!

Eddie lässt die Funken fliegen, während ich im Kofferraum des Benz hocke, um eventuelle Brandentwicklungen sofort per Wasserflasche und Hochdruck-Luftschlauch zu ersticken. Die zu bearbeitende Stelle grenzt unmittelbar an die Reserveradmulde und größere Mengen Hohlraumwachs. Und das entflammt sehr schnell, wenn es mit hitzigen Zeitgenossen wie uns in Berührung kommt.

Mit Stolz trägt der alte Benz die frischen Wunden.

"Fuurr da Optik" (Eddie): Ein paar Gramm Spachtel. Nicht gern gesehen, aber vertretbar.

Am Ende dann ein Radlauf, der nun nur noch unter den Händen eines geschickten Lackierers in den "Genauso wie vorher"-Zustand versetzt werden muss. Für den Moment reichen Rostschutz, Primer und panzergrauer Lack als temporärer Schutzfilm.

Nächster Punkt auf der Liste: Die Sanierung der Fahrertür. Eddie, übernehmen Sie!

Kommentare:

  1. Mit Vergnügen gelesen. Vielen Dank.
    (Aber beim ersten Bild haben anscheinend Rostschutz- und Lackdämpfe den HDR'ler in dir wach werden lassen. Möge er hinfort sein Treiben dem sparsamen Einsatz von Spachtel angleichen ...)

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  2. Ja, das kommt davon, wenn man die seltsamen Unterpunkte des Bildbearbeitungsprogramms bis zum Maximum ausprobiert. Vielleicht tatsächlich eine Spätfolge von Eddies psychedelischem Treiben mit Kunststoffspachtel.

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  3. hm, werde mich dann beizeiten auch mal an Eddie "The Astronaut" Kaczynski wenden, sofern sich die zu behandelnde roststelle nicht grade in unmitelbare tanknähe befindet, DANN MÖCHTE ICH NÄMLICH NICHT MIT NER MINERALWASSERFLASCHE IM KOFFERRAUM AUF MEIN ENDE WARTEN.
    ... M.

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  4. Selbstverständlich haben wir diesmal nur professionelles Equipment verwendet - da, wo Eddie herkommt, sitzt man normalerweise mit Wodka im Kofferraum!

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