Mittwoch, 7. März 2012

Niedersachsen - Champagne - Belgien - Österreich

Aus Gründen muss ich heute ins Zonenrandgebiet. Ich sage das ohne Arg, denn als deutlich vor 1989 Geborener orientiere ich mich bei unbekannten Orten immer noch daran, ob sie im überschaubaren westlichen oder unwirtlichen östlichen Teil der Bunderepublik liegen. Die Mauer in meinem Kopf existiert zumindest als geografische Einordnungshilfe weiterhin - und ich schäme mich dessen nicht. Heute also Todesstreifen, westlicher Teil.

Am Freitag dann Frankreich. Die monotone Weite der nordfranzösischen Felder, die erst unterbrochen wird, wenn am Horizont die Kathedrale von Reims auftaucht. Ich kann mir nicht helfen, aber ich sehe in dieser Landschaft immer nur das Schlachtfeld, die Blutmühlen des Ersten Weltkriegs. 

Vorher: Die Ardennen. Berg- und Tal-Bahn, mit asthmatischem  Motorgerät zu bezwingen. Hier hausen bizarre Belgier, das weiß ich. Der Belgier ist ja der Balkanbewohner Westeuropas, genauso wie der Österreicher der Belgier des Balkans ist. Beiden Völkern ist nicht zu trauen, den einen, weil sie drei Sprachen, aber keine funktionierende Regierung haben, den anderen, weil sie zwar eine Regierung, aber keine funktionierende Sprache haben.

Belgische Fachkräfte mit lokalen Spezialitäten (Symbolfoto)

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