Montag, 2. Januar 2012

Im Abseits.

Ab dem 13. Januar wird die Fernsehrepublik wieder hohl drehen, öffnet doch an diesem Tag das Dschungelcamp beim Kultursender RTL seine bambushölzernen Pforten. Neben der üblichen Versammlung von Wannabe-Promis (z.B. Rocco Stark, von Beruf Sohn von Uwe Ochsenknecht und wie all dessen Nachkommen mit einem selten bescheuerten Vornamen gebeutelt) und Fast-mal-berühmt-Gewesenen (Martin Kesici war mal "Star Search"-Gewinner? Ist das ein Lehrberuf?) ist in diesem Jahr auch der kleine dicke Mann dabei, der sich hier sein linkes Bein von einem gut bezahlten persönlichen Assistenten gen Himmel recken lässt:


Aílton Gonçalves da Silva, oder eben einfach nur Ailton heißt der Herr, der einst als Torgarantie und Fußballer des Jahres für Werder Bremen, Schalke et al. die Bundesliga bereicherte, nach einigen Eskapaden und finanziellen Husarenstücken seine Karriere jedoch in unterklassigen Vereinen fortsetzte - wie oben zu sehen, als er im Trikot des KFC Uerdingen am letzten Spieltag der Niederrheinliga beim Angstgegner Union Solingen antreten musste. In der ersten Halbzeit trabte er lässig und ohne Torerfolg über den Platz, in der zweiten Halbzeit lief er schon nicht mehr auf. Das Spiel endete 3:3 und der Mann aus Brasilien war nicht mehr als eine Spott-Steilvorlage für die ca. 16 Solinger Ultras.

Nun also ist er im Dschungel gelandet, und wenn es noch eines Beweises bedurft hätte, WIE tief unten der einstige Ball-Profi wirklich ist, dann ist es die Meldung seiner Teilnahme am Bootcamp für abgebrannte Semi- bis Viertelpromis.
Wir sollten für ihn sammeln.

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