Montag, 9. Januar 2012

E + 1

Kinder, ich hab's verpennt. Gestern war E-Day, das Weihnachtsfest des Rock'n'Roll, der Geburtstag des Messias: Elvis Aaron Presley wäre 77 Jahre alt geworden, hätte ihm nicht schon 1977 ein Bananen-Erdnussbutter-Sandwich auf der Toilette zu einem ganz un-rock'n'rolligen Ende verholfen.

Ich kenne Menschen, für die endet die Musikgeschichte mit Elvis' Wechsel von Sun Records zu RCA - und dafür gibt es wirklich gute Gründe. Wer will sich schon an den Hollywood-Elvis erinnern, der in schlechten Filmen zum Teenie-Abziehbild degenerierte? Oder an den "Muss i denn"-Kasper, der in seiner Militärzeit das deutsche Eltern-Publikum mit Schlagerschrott von der Erotik seiner Körpersprache ablenken wollte? Oder an den Elvis, der Präsident Nixon als Anti-Drogenkämpfer die Hand schüttelte, während er sich vor dem Pressetermin noch jede Menge bunte Pillen einwarf?

Nein, der Elvis, den es bedingungslos zu verehren gilt, ist einer, wie er in diesem Video hier zu sehen ist - ein vor Selbstbewußtsein strotzender junger Rabauke, der im September 1956 in seine Heimatstadt Tupelo zurückkehrt und einen Triumph abhält. Und ihr könnt mich schlagen, aber bei den ersten Takten von "Heartbreak Hotel" läuft mir immer noch ein Schauer über den Rücken.
Ihr dürft auch kreischen!

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