Donnerstag, 22. Dezember 2011

Gott wohnt in einer ehemaligen Schnapsbrennerei


Es gibt ihn also doch.

Er hat keinen weißen Bart, aber eine veritable Glatze. Er spricht mit gemessenen Worten im rheinischen Singsang. Die Predigten hält er in seiner eigenen Kirche, einer ehemaligen Schnapsbrennerei in einem noch mehr verwunschenen Seitental eines verwunschenen Tals. Seine Worte sind Gesetz und lassen uns Normalsterbliche zittern:
"Mister Wilson, dieses Auto ist der HORROR!"

Ich rede von Gott. Nicht dem Großen Entscheider, sondern dem Spezial-Gott, Fachgebiet Mercedes W123. Er versammelt sie um sich, die Mühseligen und Beladenen, spendet Trost oder führt sie väterlich-streng zurück auf den Pfad der Diesel-Tugend. So wie mich. Nach zahllosen Irrungen fand ich zu ihm, dem Retter der Reifenritter. Und ich fand Trost und Ratschlag zu moderaten Preisen. Sein Altes Testament verkündet er glaubensfest und ohne jeden Anflug von Zweifel:
"Mr. Wilson, an JEDES Auto gehört eine Anhängerkupplung!"

So wurde ich also Mitglied in der "First Church Of The Holy Niveauregulierung", auf dass ich hinausgehe und das Evangelium des Sterns verbreite. I saw the Light!

Soll heißen: Auto läuft wieder, wie einst vom Band! Mit Gottes Hilfe.


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